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Exreeeeeemely cool!

21.6.12 16:12, kommentieren

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Tätowierungen

Früher haben sich Seeleute gerne tätowiert....es war exotisch und ein beliebter Zeitvertreib...irgendwann war auch der knackigste Schiffsjunge zur Gewohnheit geworden und so stach man sich halt maritime Motive unter die Haut.

Heutzutage gibt es keine Tätowierungen mehr...das Wort hat einen ähnlich naiven Charme wie "Flugzeug" und "Amerika" und man spricht stattdessen von Tädduuuhs. Vergleichbar zum ausgerotteten Wort "Körper", das durch "Baaahdie" ersetzt wurde.

Vor paar Jahren war es noch aufregend, daß auch in guten Berufen befindliche Menschen sich mit ausgeklügelten Körperbilden ausrüsten ließen und nicht etwa nur geistig und finanziell Minderbemittelte. Jedoch ist es mittlerweile doch so, daß selbst bei Herren in guten Positionen schnöde, maximal unkreative Tribals unter dem Kragen hervorblitzen und in Chefsekretariaten lebensverneinende, in ihrer Naivität doch auch rührselige Pseudoweisheiten gesichtet werden.

Ich meine, daß diese Massenbewegung ebenso langweilig und oberflächlich ist wie jede andere. Einfach langweilig.....
Und der Tiefgang der gebrandmarkten Herde ist an der Tiefe der Farbpartikel zu ermessen....

Was sagen die Weisen dazu? Dieses:

Kein vernünftiger Mensch käme auf den Gedanken, ein sinkendes Schiff zu streichen.
Er würde aus dem Inneren des Schiffes versuchen zu bewahren, was ihm wichtig erscheint.
Seinen Körper jedoch versucht er ständig nach aussen hin zu "verschönern" trotz des Bewusstseins des fortschreitenden Verfalles.
Sein Inneres jedoch bedenkt er selten mit dieser Sorgfalt.

21.6.12 16:00, kommentieren

Nöööl....maul....

Ich bin heute nicht fröhlich und nicht traurig...nicht ganz wach, aber zu wach um müde zu sein....

Vielleicht hätte ich gestern Abend auf YT nicht diese Doku über Kik ansehen sollen. Diese Mischung von extremer Menschenverachtung, Ohnmacht und vollkommen hemmungsfreier Arroganz schlägt mir immer sehr auf den Magen.
So rein karmatechnisch wird Herr Heinig sicherlich nicht groß punkten in seinem Leben.

Außerdem haben "wir" das Fußballspiel gestern gewonnen. Na prima...geht dieser überzogene Hype also umgebremst weiter. Und zur zusätzlichen Vernichtung von Gehirnzellen, knallt uns die Sonne b.a.w. volle Pulle Strahlung auf den Kopf.
Da freut sich der Germane: Superschönes Spiel, superschöne Sonnenstrahlen - nur ab 30° ist das Leben lebenswert. Da kann man endlich wieder seine supersuperschönen Tattoos zeigen, seine verhornten und krallenbewehrten Füße in offen Schuhen präsentieren und sich der Volkssucht Grillen hingeben. Denn tropische Temperaturen harmonieren hervorragend mit möglichst fetter Kost. Hurra hurra. Endlich Sommer....

14.6.12 11:07, kommentieren

Kantine

Das Wort "Kantine" bewirkt ja an sich schon ausreichend viele negative Assoziationen. Man kann Fritierfett und Fisch schon fast riechen und sieht vor dem geistigen Auge ein Horde Menschen, die sich pünktlich um 12h zum Massenkontaktsport mit Tablett einfinden....

Ich kann nicht einmal sagen, warum ich regelmäßig dorthin gehe....es ist weder preiswert noch gut und auch das Ambiente vermag mich nicht zu entzücken. Es ist halt der schnellstmögliche Weg zur Nahrungsaufnahme und ebenso eine gute Gelegenheit, mit den Kollegen zu plaudern.

Das angeprisese Zitronenhähnchen schmeckte nicht mal annähernd nach Zitrone, weshalb es sich hier wohl ähnlich wie beim Maishähnchen verhält: das Tier wurde mit Zitronen gemästet.

Die Würze erhielt das fahle Mahl nur durch eine Kollegin. Dummerweise meine einzige Begleitung heute. Jahrelang war sie eine Verfechterin der Idee, daß ein Menschenleben nur erfüllt sei, wenn man Nachwuchs in die Welt setze.
Heute lieferte sie das Motiv: Deutschland stehe kurz vor der feindlichen Übernahme. Es seien die Pläne der sogenannten Kulturbereicherer, das Vaterland durch exzessives Gebären von Kindern mengenmäßig zu unterwandern. Nur das alleine sei deren Motiv für den Kinderreichtum.

Der Gedanke erschien mir recht unterhaltsam...ein Wettrüsten mit Bälgern....sicherlich besser als das Horten von Atom- oder Kryptonitwaffen.
Ein bißchen gegruselt habe ich mich aber doch, daß sich in einem relativ jungen, noch dazu studierten Kopf solche Gedanken festsetzen können. Ob es womöglich damit zusammenhängt, daß die Dame ihre Wurzeln im Osten der Republik hat? Wo die Landschaften blühen und Dunkelhäutige gerne mal in Randsteine beißen...

12.6.12 15:01, kommentieren